KLEEFELDER CHORGEMEINSCHAFT e.V.

Wichtige Termine + Terminänderungen

26.05.2018, 17.00 h:
KonzertChor
+ Gemischter Chor:

Konzert "Best-of";
Kirche des Stephansstiftes, Hannover

15.06.2018, ab 18.00 h:
KonzertChor Kleefeld:
10. Chortage Hannover 2018:
Konzert "Nacht der Chöre";
Galerie Herrenhäuser Gärten, Hannover

16.06.2018,
11.00 h - 17.00 h:

KonzertChor Kleefeld:
Fahrradtour "Julius-Trip-Ring" (
fakultativ);
Region Hannover

01.09.2018,
13.00 h - 16.00 h:

KonzertChor Kleefeld
+ Gemischter Chor:
Eröffnung des Kleefelder KulturHauses HÖLDERLIN
;
Hannover

Zelterplakette

Geschichtliches zu Carl Friedrich Zelter

Carl Friedrich Zelter (1758-1832)

Carl Friedrich Zelter (1758-1832)

Carl Friedrich Zelter wurde 1758 als Sohn eines Maurermeisters und Bauunternehmers in Berlin geboren. Nach gymnasialer Schulbildung und dem Besuch der königlichen Zeichenakademie absolvierte er eine Ausbildung im Bauhandwerk mit der Meisterprüfung und übernahm für viele Jahre das väterliche Geschäft. Seine Liebe zur Musik wurde durch Unterricht im Klavier-, Geigen- und Orgelspiel gefördert. Nebenberuflich betätigte er sich als Violinist bei Opernaufführungen im Döbbelinschen Theater.

Zu eigenen Kompositionen erarbeitete er sich das handwerkliche Können bei Carl Friedrich Fasch. Die Singakademie zu Berlin leitete das Aufblühen des Chorgesanges und eine neue Ära der Musikpflege und des Konzertwesens ein. Ihre Gründung 1791 zog Zelter von Anfang an in den Bann dieser Institution.

Nach dem Tode Faschs führte Zelter ab 1800 die Singakademie als beispielgebende Einrichtung für die Pflege geistlicher Musik, insbesondere der Werke Johann Sebastian Bachs, zu weiterer Entfaltung. 1807 wurde der Singakademie ein Collegium musicum als Orchesterschule für die Aufführung älterer Musik angegliedert; 1809 gründete Zelter die Berliner Liedertafel, eine gesellige Sangesgenossenschaft von zunächst 24 Männern auf gehobenem Bildungsniveau - ein epochemachendes Ereignis als Beginn des Männergesangs, der sich später in alle Welt verbreitete.

Zelters große Bedeutung liegt vor allem in seinen erfolgreichen Bemühungen um die Neuordnung des staatlichen, städtischen, kirchlichen und schulischen Musiklebens. Er war in unermüdlicher Tatkraft darum besorgt, das bisher handwerklich-zunftmäßig organisierte Musikbildungswesen durch die Errichtung staatlich unterhaltener Institute und durch bürgerliche Musikvereine, die in freier Initiative gegründet wurden, zu ersetzen. Er wollte so die öffentliche und private Musikpflege miteinander verbinden, um der Funktion der Musik für Gesellschafts- und Menschenbildung größere Geltung zu verschaffen.

Auf seine Anregung als Fachberater der preußischen Regierung hin wurden die Institute für Kirchen- und Schulmusik in Königsberg (1814), Breslau (1815) und Berlin (1822) gegründet. Das letztgenannte leitete Zelter bis zu seinem Tode (1832), er erteilte zeitweise auch den gesamten Unterricht dort.

Sein vielfältiges pädagogisches, künstlerisches und organisatorisches Wirken fand hohe Anerkennung in der Berufung zum Ehrenmitglied und zum Musikprofessor der Berliner Akademie der Schönen Künste, zum Musikdirektor des von ihm ins Leben gerufenen Universitätsseminars und in der Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Berliner Universität.

Als Komponist schuf er geistliche Gesänge, Kantaten, Opernszenen, Sinfonien und Konzerte; von seinen über 200 Liedern und Chorkompositionen werden viele bis in unsere Gegenwart gesungen. Unter den Liedern finden sich 75 Texte von Goethe, der Zelters Vertonungen schätzte und mit dem ihn seit 1799 eine durch regen Briefwechsel und viele persönliche Begegnungen bezeugte Freundschaft bis zu seinem Lebensende verband. Zu Zelters Schülern zählten u.a. Felix Mendelssohn Bartholdy, Carl Loewe, Otto Nicolai.

Carl Friedrich Zelter war ein Mann von hervorragender Begabung und Geistesbildung, von organisatorischer Tatkraft und erfüllt von einem hohen Ethos künstlerischen und musikpädagogischen Wirkens. Er ist eine Gestalt unserer Musikgeschichte, von der auch heute noch wirksame Anstöße ausgehen können. Zelter hat die verantwortungsvolle Arbeit der Chor- und Musikvereinigungen bereichert, die allgemein im gesellschaftlichen Leben und insbesondere im musikalischen nichtprofessionellen Bereich verdienstvoll tätig sind.

Geschichte der Zelter-Plakette

Die Geschichte der Zelter-Plakette reicht in die zwanziger Jahre unseres Jahrhunderts zurück. Der für die Belange der Laienmusik aufgeschlossene Preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, Boelitz, stiftete durch Runderlass im Jahre 1922 drei künstlerisch gestaltete Gedenkblätter als staatliche Anerkennung für Laienchöre aus Anlass ihres 50-, 75- und 100-jährigen Bestehens. Wenige Jahre später traten an die Stelle der Gedenkblätter Plaketten in Bronze, Silber und Gold. Diese Zelter-Plaketten wurden bis zum Beginn des Jahres 1942 verliehen. Aber schon 1940 hieß es, dass nur die bereits eingereichten Anträge zur Verleihung der Zelter-Plakette berücksichtigt würden; alle anderen solle man bis nach Kriegsende zurückstellen.

Beim Wiederaufbau nach dem Krieg ergriff der Deutsche Sängerbund die Initiative, die Zelter-Plakette als staatliche Anerkennung für langjährige Bemühungen und besondere Leistungen auf dem Gebiet des Chorgesanges wieder ins Leben zu rufen. Diese Anregung wurde von staatlicher Stelle aufgenommen.

Am 7. August 1956 unterzeichnete Bundespräsident Theodor Heuss den Erlass, in dem die Zelter-Plakette erneut gestiftet wurde. Mit dem gleichen Datum wurden die Richtlinien veröffentlicht, in denen die Einzelheiten für die Verleihung festgelegt sind.

Zelter-Plakette


Zelter-Plakette
Die Plakette zeigt auf der Vorderseite Carl Friedrich Zelter (1758-1832)

Zelter-Plakette


Zelter-Plakette
Auf der Rückseite ist der Bundesadler mit der Umschrift "Für Verdienste um Chorgesang und Volkslied"

Verleihung

Die Zelter-Plakette wird frühestens aus Anlass des einhundertjährigen Bestehens eines Chores auf dessen Antrag durch den Bundespräsidenten verliehen.

Voraussetzung für die Verleihung ist der Nachweis, dass sich der Chor in ernster und erfolgreicher musikalischer Arbeit der Pflege des Chorgesanges gewidmet und im Rahmen der örtlich gegebenen Verhältnisse künstlerische oder volksbildende Verdienste erworben hat.

Der Aushändigung der Plaketten geht in jedem Jahr - traditionsgemäß am Sonntag Laetare drei Wochen vor Ostern - zur Verleihung auf Bundesebene ein zentraler Festakt an wechselnden Orten voraus. Bei diesem Festakt überreicht der Bundespräsident oder dessen Vertreter einem der auszuzeichnenden Chöre die Zelter-Plakette und die Urkunde stellvertretend für alle Chöre, die diese Ehrung im gleichen Jahre erfahren.

Auf Landesebene erfolgt die Übergabe der Plaketten und Urkunden in der Zeit nach dem zentralen Festakt. In einigen Ländern findet eine Festveranstaltung statt, in der der jeweilige Kultusminister die Plaketten und Urkunden aushändigt. In anderen Bundesländern erfolgt die Aushändigung durch den zuständigen Regierungspräsidenten oder dessen Beauftragten bei einem Jubiläumsfest des Chores oder bei anderer Gelegenheit. Auskunft hierüber erteilt das zuständige Kultusministerium.

Verleihungen seit 1957

Vom Jahr 1956 bis 2007 wurde die Zelter-Plakette insgesamt an 10529 Chöre verliehen und ist damit ein wertvoller Beleg für die lange und ununterbrochene Tradition des Chorgesangs.
Zu den Ausgezeichneten zählten 64 Chöre im Ausland.

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